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CAMP

26.12.2007 21:00 bis 27.12.2007 02:00
Zürich rockt. Nach Jahren des Techno- und Elektro besinnen sich Bands wieder auf die grosse Tradition Zürcher Rock, Punk, New Wave und Pop-Bands. Camp ist so eine Rockkapelle. Doch es geht bei Camp nicht nur um Gitarren. Die Heimatstadt Zürich dient der Band immer auch als Nährboden für ihre Discoqualitäten.

Dominic Suter (voc, guit, key) und Raphael Rogenmoser (bs, voc) gründen Camp während der Studienzeit in Zürich im Jahr 2003. Dominic brauchte etwas Zeit, um seinen eigenen Sound zu formulieren. Seit 1996 teilte er seine Begeisterung zu den Sounds der Synthesizer Bands der 80er Jahre in verschiedenen Zürcher Projekten. Raphael Rogenmoser war lange Sänger und Bassist in verschiedenen Indierock-Bands in Luzern. Von Anfang an verbindet die Jungs ihre Liebe zu alternativer Rockmusik und dem Zürcher Clubleben. Kurz nach der Gründung stösst der Schlagzeuger Tosho Yakkatokuo zur Band.

Damit steht der Veröffentlichung einer ersten CD nichts mehr im Wege. Ende 2005 erscheint das mit "Iconography" betitelte Debüt. Dieses stösst in der Presse auf grosses Echo (siehe Beiblatt Eigenlob) und enthält unter anderem die von DRS3 und Couleur3 im Tagesprogramm gespielten Tracks "My Heart Is Breaking Down" sowie "In Paris With You". New Wave und Punk fliessen ebenso in den Sound ein wie Dance und eine gute Portion Pop. Camp würden jetzt behaupten, sie würden versuchen ihre Einflüsse – diese reichen von alten Helden wie The Cure und New Order über Zeitgenossen Franz Ferdinand und Bloc Party bis hin zu weniger nahe liegenden
Künstlern wie Arcade Fire und Broken Social Scene – zu einer würdigen Variation weiterzuentwickeln. Aber das reicht so nicht aus. Es ist viel mehr als zitieren. Es hat eine eigene Handschrift.  
 
Mit Camp kommen drei Zürcher Jungs daher, auf die man in Zukunft ein Auge werfen muss. Sie bezeichnen sich selber als Kleinstadtneurotiker und begründen ihre Motivation zum Musikmachen mit einem Bonmot von Woody Allen: "Wenn man im Leben scheitert, kann es gefährlich werden. Wenn man im künstlerischen Bereich scheitert, wird es höchstens peinlich." Innert Jahresfrist veröffentlichen Camp denn auch ihr Nachfolgealbum Talking Cure. Camp beweisen damit, dass sie weitaus mehr können, als astreine Tanzboden- kracher zu schreiben. Die drei Rockmusiker, alle gut bewandert in der Popgeschichte der Neuzeit, haben nun eine vielschichtige Klangsprache gefunden, die einen in Tempo, Stilistik, Schönheit und Gefühlschwankung immer wieder überrascht, hin und her reißt. Auf der Bühne ist Camps musikalisches Gemisch aus traditioneller Rock-Instrumentierung und Elektronik weiterhin vor allem darauf angelegt, Mädchen zum Tanzen
zu bringen.


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www.campground.ch