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Sébastien Tellier

19.03.2008 18:30 bis 20.03.2008 01:00
Der 32jährige Franzose gehört zu jenen Künstlern, die sich nie wiederholen. Für sein neues, erotisches Konzept-Album „Sexuality“ (auf dem Air-Label Record Makers/Namskeio) spannte er erstmals mit Guy-Manuel de Homem-Christo alias Guy-Man (Daft Punk) zusammen.

Mit diesem Werk schliesst Tellier an George Michaels „I Want Your Sex“-Single aus dem „Faith“-Album an: „Mein Gesang soll klingen wie die Stimmen eines italienischen Verführers mit gebrochenem Herzen.

Im Gegensatz zu meinen letzten Platten wollte ich einen glasklaren, rein elektronischen Klang.“ Für die elektronische Umsetzung gibt es wohl kein  geeigneteren Mann als Guy-Man: „Daft Punk sind für mich die grössten Stars, die es in Frankreich gibt, und ich kannte Guy-Manuel kaum.“ Erst als sie eines seiner Stücke für den Soundtrack des „Electroma“-Films benutzten, wagte es Tellier ihn anzusprechen. Guy-Man entdecke Tellier durch den Song „Universe“, von dem er tief beeindruckt war. Nachdem „La Ritournelle“ herauskam, machte er Sébastien persönlich ein Kompliment. Guy-Man: „Als er mich anfragte, ob ich sein neues Album prodzieren würde, zögerte ich keine Sekunde.“ Das Duo orientierte sich an synthetischen 80s-Funk und sexy Chicago-House a la Jamie Principle. 808-Beats, Minimoog-Bassläufe und Synthi-Melodien bestimmen die reduzierten Arrangements des Albums. Den Bass steuerte Eric „Rico“ Chedeville bei, mit Guy-Man Gründer des Crydamoure-Labels. Rico hatte in den 80ern Soundtracks für das französische Porno-Label Marc Dorcel produziert. Sébastien: „Rico erklärte uns, dass das wichtigste Element bei Erotik-Filmmusik der Bass sei. Und er hatte Recht. Immer wenn er einen Basslauf zu meinen Songs spielte, war das Ergebnis fantastisch.“ Nachzuhören etwa im poppigen „Sexual Sportswear“.
1998 debütierte er auf dem „Source Rocks“-Sampler, auf dem auch Phoenix vertreten waren. Air nahmen ihn für ihr Record Makers-Label unter Vertrag. Der Sohn eines Mitglieds der französischen Progressive-Rocker Magma spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Klavier. In der Pariser House-Szene war er stets ein Aussenseiter, weil er alles andere als elektronische Musik produzierte. Das von Mr Oizo gemixte Debütalbum „L`Incroyable Vérité“ (01) kam ohne Beats aus und orientierte sich an Pink Floyd sowie Robert Wyatt. Philippe Zdar (Cassius) drehte beim opulenten, rhythmischen „Politics“ (04) an den Knöpfen, Tony Allen (Fela Kuti) bediente die Trommeln.


ACHTUNG! Gig wurde ins Mascotte verschoben!


Den Support liefert DJ Pilooski vom Pariser D-I-R-T-Y Soundsystem, das jeden 2. Donnerstag in Der Klub deejayen wird (13.3. Clovis/Guillaume Sorge, 10.4.Pilooski/Guillaume Sorg


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